Top-Qualität, darauf solltest du beim Kauf ätherischer Öle achten

...im Etiketten- Dschungel...

🤗 🥁 So jetzt ist es so weit: Ich freue mich sehr darüber, meinen ersten selbst verfassten Blogeintrag zu veröffentlichen und dir so die Türen in unseren Alltag zu öffnen! Ich nehme dich mit in unsere Welt aus Düften mit vielen Inspirationen und erprobten Tipps für dein Leben mit den 100% naturreinen Bio-Ölen von Floria.

Aus aktuellem Anlass möchte ich dir in diesem Artikel verständlich und möglichst kurz erläutern, was du über die Qualität guter ätherischer Öle wissen musst und wie du einfach qualitativ hochwertige Öle erkennen kannst.

Seit einigen Wochen arbeiten wir daran, unsere eigenen 100% naturreinen ätherischen Öle zu entwickeln und beschäftigen uns im Zuge dessen gerade mit dem Etikett... und das ist komplizierter, als man im ersten Moment vermutet. Deshalb in diesem Beitrag meine Erkenntnisse für dich. 🤗

Da die Wirksamkeit ätherischer Öle immer bekannter und mehr und mehr geschätzt wird, steigt der Ansturm auf die wunderbaren Duftöle gerade stark an. Mittlerweile findet man sie überall auf dem Markt- sogar wortwörtlich auf dem Weihnachtsmarkt, in Drogerien, in Supermärkten und sogar in Garten- und Baumärkten. Deshalb ist es umso wichtiger, sich diese genau anzusehen, bevor man sie in den Warenkorb legt.

Wichtige Qualitätskriterien, die auf dem Etikett hochwertiger Öle zu finden sein müssen, sind:

  • die Anbauart:
    konventionell, Demeter, kontrolliert biologischer Anbau (kbA).
    Ich persönlich würde immer zu bio-zertifizierten Produkten greifen. Warum, habe ich weiter unten genauer erklärt.
  • Achte auf diese Formulierungen: "100% naturreine, naturbelassene oder genuine ätherische Öle".
    Synthetische oder halbsynthetische Düfte bestehen aus ganz neu- im Labor zusammengebauten- Moleküle, die oft in der Natur gar nicht vorkommen und dürfen auch „Aromaöle“ oder "Duftöle" genannt werden. Die enthaltenen Moleküle können zum Beispiel zu Reizungen auf der Haut oder in den Atemwegen führen können. Besonders für Babies und Kleinkinder kann das dramatische Folgen haben.
  • der deutsche und der wissenschaftliche oder botanische Name
  • der genaue Pflanzenteil, aus dem das Öl gewonnen wurde
  • Chargennummer
  • Herkunftsland
  • Gewinnungsmethode (Wasserdampfdestillation, Pressung, Extraktion- dann auch immer mit welchem Lösungsmittel) und
  • Sicherheitshinweise (Gefahrenstoffzeichen s.u.)

Für Anbieter von ätherischen Ölen gibt es verschiedene Deklarationsmöglichkeiten.  Der Gesetzgeber ermöglicht eine Auszeichnung als Bedarfsmittel (zur Raumbeduftung) , Lebensmittel, Kosmetikum oder Arzneimittel und dementsprechend findet man unterschiedliche Hinweise auf dem Etikett. Es ist möglich, dass ein Öl des selben Fasses (/ Charge) für verschiedene Verwendungszwecke zugelassen wird. Die einzelne Deklaration ist also nicht aussagekräftig, wenn es um die Qualität der Öle geht, es müssen lediglich unterschiedliche Angaben gemacht werden.

Die Deklaration als Arzneimittel ist durch die strengen Reinheitskriterien eine eher unübliche Deklarationswahl bei den Herstellern. Bei Arzneibuch-konformen ätherischen Ölen wird nicht nach Herkunft und Anbauweise differenziert, dafür auf gleichbleibende Inhaltsstoffe und Eigenschaften geachtet.

Bei den Floria- Ölen haben wir uns bewusst für eine Deklaration als Gebrauchsgegenstand, also zur "Raumbeduftung", entschieden. Einige Hersteller bieten ihre ätherischen Öle als Kosmetikum an, was zur Folge hat, dass diese abschreckenden Piktogramme nicht abgedruckt werden müssen.


Wir haben das auch in Erwägung gezogen 🤔, um Kunden nicht direkt abzuschrecken... Da wir aber als junge Familie wissen, wie schnell die Kinder den Dreh- selbst bei kindergesichterten Verschlüssen- raus haben, wollten wir das Bewusstsein unserer Kunden schärfen und grundsätzlich lieber ein unansehnliches Gefahrenzeichen mehr anbringen, als einen ungewollten Vorfall verantworten zu müssen. Es gilt also grundsätzlich: "Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Nicht unverdünnt anwenden. Augen- und Schleimhautkontakt vermeiden!"

Bei ätherischen Ölen handelt es sich um Vielstoffgemische, die oft aus weit mehr als 100 einzelnen Inhaltsstoffen bestehen und in ihrer Wirkung sehr komplex sind. Was ätherische Öle genau sind und wie sie wirken, findest du hier.
Auch wenn genuine ätherische Öle Naturprodukte sind, können sie bei unsachgemäßer Anwendung Nebenwirkungen haben.

Gerade bei der Anwendung bei Kindern, sensiblen oder zu pflegenden Menschen sollte also Gewissenhaftigkeit herrschen. Wenn du die Rezepte in diesem Blog und die ätherischen Öle aus unserem Shop nutzt, findest du immer entsprechende Sicherheitshinweise und Vorsichtsmaßnahmen. Beispielsweise wirken viele Zitrusöle, die aus den Schalen der Früchte gewonnen werden ( Zitrone, Orange, Bergamotte, Limette, Bitterorange ) fototoxisch. Das heißt, beim Auftragen auf die Haut können bestimmte chemische Substanzen eine übermäßige Reaktion auf Sonnenlicht verursachen, die bis zu 12 Stunden und länger anhalten kann. Die Kombination von bestimmten ätherischen Ölen und Sonnenlicht kann je nach Stärke des verwendeten Öls zu Verbrennungen oder dunklen Hautveränderungen führen und das selbst in einem sehr geringen Verdünnungsverhältnis. Diese Informationen findest du immer in den "Besonderheiten" des jeweiligen Aromaöls im Shop beschrieben. Ausführlichere Informationen zu Anwendungen und Aufbewahrung ätherischer Öle gibt es hier.

Ein weiteres Kriterium für ein qualitativ hochwertiges ätherisches Öl ist natürlich der Preis: Für die Herstellung eines einzigen Tropfen ätherischen Öls benötigt man mehrere (zum Teil sogar hunderte) Kilogramm Pflanzenmaterial. Für einen Tropfen echtes (!) Rosenöl benötigt man zum Beispiel 30 Rosen, hinzu kommen die Gehälter, Pacht, Pflege, Bewässerung, Energie-, Transport-, Destillationskosten, Zölle, Kontrollen, Analysen, etc. Wenn man sich das mal vor Augen führt, versteht man vielleicht, dass es dieses kostbare Öl nicht spottbillig geben kann- jedenfalls nicht in einer guten unverfälschten Qualität. Bleiben wir bei Rosenöl: dieses wird  häufig mit Palmarosa und Rosengeranienöl gestreckt oder gleich komplett verfälscht und dann günstiger angeboten. Es erfüllt dann aber nicht mehr den gewünschten therapeutischen Zweck.
Allerdings ist auch ein Preis, der im Marktvergleich extrem über dem Durchschnitt liegt, kein Zeichen für besonders gute Qualität. Es tauchen auch immer häufiger Öleanbieter auf, die mithilfe spezieller Marketingmethoden und stark überteuerter Öle das Geldverdienen in den Vordergrund stellen. Sie sind oft sogar weit teurer, als gleichwertige Öle in Bioqualität.

"Warum eigentlich bio?", fragst du dich?!
Grundsätzlich bleibt dir natürlich die Entscheidung "bio oder konventioneller Anbau" selbst überlassen. Ich möchte dir hier nur ein paar Vorteile nennen, die einem im ersten Moment vielleicht nicht bewusst sind:
Zum Einen werden die ätherischen Öle von deiner Haut (oder Schleimhaut) aufgenommen und wirken in deinem Körper. Es ist also wichtig, dass die Pflanze, aus der das Öl gewonnen wurde, nicht mit Pestiziden oder Kunstdünger verunreinigt wurde und nur die Inhaltsstoffe enthält, die die Natur für sie vorgesehen hat. Das verringert auch das Risiko einer allergischen Reaktion.
Kontrolliert biologischer Anbau bedeutet auch umweltfreundliche Müllentsorgung und Verpackung. Außerdem wird durch den Anbau ohne "Gift" der Boden und somit die Umwelt wesentlich geschont. Das heißt weiter, dass die Landwirte und die Arbeiter nicht mit diesen Agrargiften in Kontakt kommen müssen. Zudem können die Produzenten und Arbeiter fairer bezahlt werden und erhalten zum Teil Kranken-, Rentenversicherung usw.. (Ja, auch da gibt es schwarze Schafe...) Ich finde es auch wichtig, dass die Vorschriften im deutschsprachigen Raum vorsehen, dass keine synthetischen Stoffe zu meinem Aromaöl hinzugefügt werden dürfen. Ich weiß also sicher, dass 100% naturrein auch 100% naturrein ist.

Gerade am Anfang erscheint einem die Investition in gute ätherische Öle relativ hoch. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass man nur wenige Tropfen benötigt, damit eine große Wirkung erzielt und unzählige Einsatzmöglichkeiten (in Kosmetika, Heilsalben, Hausapotheke, Massagen, Kompressen und Wickeln, Badezusätzen, Raumsprays, Peelings, Reinigungsmitteln, zur Luftreinigung, als Insektenschutz, im Diffuser oder in der Duftlampe, usw.) hat, relativiert sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis ganz schnell.

Ich hoffe, ich konnte dir verständlich erklären, wie du eine hochwertige Qualität deiner Aromaöle schnell erkennst und die schwarzen Schafe der Branche enttarnst! Auf deine Anregungen für weitere Artikel und deine Fragen freue ich mich sehr!

Viele liebe Grüße,
Isabel